Aktienhandel für Dummies 2019 – Warum in Aktien investieren?

Aktienhandel für Dummies 2019 – Warum in Aktien investieren?

In Zeiten des Niedrigzinses ist es nahezu unmöglich, auf die üblichen Anlagearten wie das Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto attraktive Zinsen zu bekommen. Wer sein Geld nicht nutzlos herum liegen lassen möchte, muss sich nach anderen Anlagemöglichkeiten umsehen. Bei durchschnittlich ca. 0,7 % Zinsen auf Tages- oder Festgeldkonten denken selbst risikoscheue Anleger über eine Alternative nach. Eine risiko- doch auch ertragreiche Möglichkeit, sein Geld anzulegen, bieten Aktien. Zunächst erscheint der Aktienmarkt fremd und undurchsichtig. Mit etwas Know-how und ein paar grundlegenden Informationen kann der Aktienhandel für Dummies, Zweifler und junge Anleger interessant sein.



Was sind Aktien? – Aktien für Dummies erklärt

Mit dem Kauf einer Aktie wird ein Anteil an einem Unternehmen erworben und diesem im Gegenzug die investierte Summe als Kapital zur Verfügung gestellt. Mit diesem Kapital kann die Firma wachsen und höhere Gewinne erzielen, der Unternehmenswert steigt also. Mit steigendem Firmenwert steigen auch die Aktien, also die gekauften Firmenanteile im Wert, so dass der Aktionär Gewinne erzielt.

Gewinnerzielung mit Aktien

Gewinnerzielung mit AktienWie wird eine Aktie letztendlich zu Geld? Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Aktie steigt im Kurs und wird für einen höheren Preis verkauft, als sie eingekauft wurde.

    Um auf diese Art Gewinn zu erzielen, muss die Aktie zum richtigen Zeitpunkt verkauft werden. Ein Leitsatz dazu besagt: Verkaufen, wenn die Korken knallen und nicht, wenn die Kanonen brüllen

    Dies bedeutet, dass verkauft wird, solange der Kurs noch steigt und nicht, wenn er bereits wieder sinkt. Um diese Regel befolgen zu können, ist es am besten, sich einen fixen Punkt zu setzen, den die Aktie erreichen soll, und sie dann zu verkaufen. Sonst besteht die Gefahr zu hoffen, dass die Aktie immer weiter steigt. Bei diesem Vorgehen wächst das Risiko eines Verlustes bei plötzlichem Absinken des Kurses.

  2. Eine andere Möglichkeit, mit einer Aktie Geld zu verdienen, ist die Erzielung von Dividenden. Eine Dividende wird einmal jährlich vom Unternehmen, bei dem die Aktie erworben wurde, an die Aktionäre ausgezahlt. Die Höhe der Dividende gibt das Unternehmen jedes Jahr neu bekannt.

Wo und wie werden Aktien gekauft?

Aktienhandel DepotEhemals wurde die Aktie dem Käufer noch als Druck in Papierform ausgehändigt und er konnte diese bei der Bank deponieren. Heute kaufen und hinterlegen Händler Aktien in der Regel virtuell.

Wer eine Aktie erwerben möchte, benötigt zuerst ein Depot.

Dies kann bei einer Filialbank eröffnet werden, wo das Aktiengeschäft über einen Bankangestellten gemanagt wird. Dieser wickelt den Kauf ab, nachdem ihm die gewünschte Anlagesumme und die gewünschten Aktien mitgeteilt wurden. Der Kauf über die Hausbank hat Vor- und Nachteile, die beim Aktienhandel für Dummies zu berücksichtigen sind:

Vorteile von Filialbank-Depots

  • Ausführliche Beratung
  • Aufklärung über das Risiko von Aktien
  • Individuelle Ermittlung der Risikofreude des Anlegers
  • Einstufung in Risikoklassen und Ermittlung der geeigneten Anlagen
  • Direkte Weiterleitung an die Börse

Nachteile von Filialbank-Depots

  • Höhere Depotkosten
  • Höhere Kaufs- und Verkaufsspesen
  • Gefahr von schlechten oder provisionsorientierten Beratern

Zum anderen gibt es die Möglichkeit, sich seine Aktien selbst zu kaufen. Hierfür ist ein Depot bei einer Direktbank von Nöten, die ihre Leistungen in der Regel online anbietet. Auch hier gibt es Vor – und Nachteile:

Vorteile von Direktbank-Depots

  • Häufig kostenlose Depots
  • Kauf- und Verkaufsspesen günstiger als bei Filialbanken
  • Flexibel und unabhängig von regulären Öffnungszeiten
  • Von zu Hause aus abwickelbar
  • Eigenständiger Aktienkauf ohne die Gefahr provisionsabzielender Beratung

Nachteile von Direktbank-Depots

  • Keine ausführliche Beratung
  • Kein persönlicher Kontakt
  • Gefahr von Fehlentscheidungen/Anfängerfehlern

Wer also keine Beratung braucht oder wünscht, der ist bei einer Direktbank gut aufgehoben und kann dort gefahrlos ein Depot eröffnen.

Doch auch bei einem Depot eine Filialbank ist es ratsam, sich vorab zu informieren. Ein Bankberater könnte überwiegend Aktien anbieten, für welche er Provisionen erhält, statt anlegerorientiert zu beraten. Die notwendigen Kennnisse können sich Interessierte beispielsweise durch ein „Aktien für Dummies“-E-Book aneignen.

Wie kommt der Preis einer Aktie zustande?

der Aktienhandel für Dummies RatgeberAktienwert bzw. der Aktienkurs setzt sich aus Angebot und Nachfrage zusammen. Aktieninteressenten geben in ihrer Order an, wieviel sie bereit sind, für eine bestimmte Aktie zu zahlen, können aber auch ohne Limit ordern. Verkäufer legen im Gegenzug einen Preis für die angebotenen Aktien fest. Angebot und Nachfrage kommen an der Börse, dem Marktplatz für Aktienhandel, zusammen.

Aktien- bzw. Börsenmakler vergleichen Angebot und Nachfrage und ermitteln den höchstmöglichen zu erzielenden Umsatz. Dieser Wert ist dann der Kurswert der Aktie.

Welche Aktie wählen?

Zunächst einmal gibt es zwei Aktiensorten, die sich vor allem in ihrem Risiko unterscheiden.

Substanzaktien sind Anteile an aktuell erfolgreichen Unternehmen, von denen zwar kein sprunghaftes Wachstum, dafür aber regelmäßige Gewinnausschüttung sowie ein stabiler, positiver Kurs zu erwarten ist.

Wachstumsaktien sind Anteile von Unternehmen, in denen hohes Wachstumspotential gesehen wird. Wachstumsaktien schütten in der Regel, da das Kapital benötigt wird, nur geringe Dividenden aus. Der Anreiz zum Kauf dieser Aktien besteht in der Hoffnung auf einen steil steigenden Aktienkurs, wenn das Unternehmen Erfolge verzeichnet und weitere Aktienkäufer anzieht. Wachstumsaktien sind somit mit größerem Risiko behaftet.

Welche Aktientypen gibt es außerdem noch?

Aktie ist nicht gleich Aktie. Aktien unterscheiden sich beispielsweise in Rechten, die sie beinhalten, oder ihrer Übertragbarkeit. Deshalb sollten Dummies die Aktien vorab bewerten und prüfen, welcher Aktientyp der geeignetste ist.

Die wichtigsten Aktienarten im Überblick:

  1. Stammaktien und Vorzugsaktien
    Mit dem Kauf einer Stammaktie wird zugleich Stimmrecht bei der Hauptversammlung des Unternehmens erworben. Wem also Entscheidungs- und Mitbestimmungsrechte wichtig sind, entscheidet sich für eine Stammaktie.

    Keine Teilnahme an Abstimmungen dafür aber in der Regel mehr Dividende bietet die Vorzugsaktie. Wer also dem Unternehmen vertraut und kein Veto- oder Wahlrecht wahrnehmen möchte, ist mit einer Vorzugsaktie besser bedient.

  2. Alte und junge Aktien
    Kommt es im Unternehmen zu einer Kapitalerhöhung, so können den Altaktionären zu einem Vorzugspreis ein Bezugsrecht auf neu ausgegebene, sogenannte junge Aktien geboten werden. Diese Bezugsrechte können die Aktionäre entweder wie Aktien selbst an der Börse weiterveräußern oder die jungen Aktien zum Vorteilspreis selbst erwerben.
  3. Inhaberaktien und Namensaktien
    Bei Inhaberaktien stehen demjenigen sämtliche Rechte zu, der die Aktie besitzt. Dieser kann frei damit verfahren und sie auch übertragen. Anders liegt der Fall bei sogenannten Namensaktien, bei denen der Aktionär seinen Namen in das Aktienregister eintragen muss.

    Die Inhaberaktie ist die häufigste Aktienform.

  4. Stückaktien und Nennwertaktien
    Bei Stückaktien ist der Anteil jeder Aktie am Grundkapital gleich groß und wird meist in Prozent angegeben.

    Bei Nennwertaktien ist das Grundkapital auf eine bestimmte Anzahl Aktien aufgeteilt, die einen festgelegten Wert, den Nennwert, innehaben. Der Nennwert kann bereits ab einem Euro beginnen und muss nicht für alle angebotenen Aktien identisch sein.

Vor dem Aktienkauf empfiehlt es sich, über die Aktienart nachzudenken. Bücher, das Internet oder ein „Aktienhandel für Dummies“-PDF enthalten interessanten Input.
Welche Unterschiede gibt es bei den Aktien?

Wie lange sollte eine Aktie gehalten werden?

Wie lange sollte eine Aktie gehalten werdenAktien können entweder langfristig gehalten oder möglichst schnell und gewinnbringend nach dem Kauf wieder veräußert werden. Vor dem Kauf einer Aktie ist zu überlegen, wie lang der sogenannte Anlagehorizont sein soll.

  • Kurzfristige Anlage: Tage- bis Wochenweise
  • Mittelfristige Anlage: mehrere Wochen oder Monate
  • Langfristige Anlage: mehrere Jahre

Kurzfristige Anlagen sind eher für erfahrene Anleger geeignet, die ihre Aktien ständig im Blick haben und schnell auf Kursentwicklungen reagieren. Einsteigern bietet ein langfristiger Anlagehorizont mit weniger riskanten Aktien bessere Chancen.

Tipp: Fällt eine Aktie kurz nach dem Erwerb stetig, empfiehlt es sich, sie zu veräußern, auch wenn sie als langfristige Anlage geplant war, um noch größere Verluste zu verhindern. → Anfänger-Tipps zum Aktienkauf

Das Risiko von Aktien

Der Preis einer Aktie richtet sich nicht nach den Geschäftszahlen eines Unternehmens, sondern nach Wachstumserwartungen und der allgemeinen Schätzung des Unternehmenswertes. Käufer versuchen zu prognostizieren, wie andere das Unternehmen zukünftig einschätzen und wickeln danach die Geschäfte ab, das heißt sie spekulieren. Der Wert einer Aktie steigt und fällt mit Schätzungen, Spekulationen und zu erwartenden wirtschaftlichen Faktoren.

Dies ist nicht für jeden angenehm und spannend, und die Möglichkeit, Verluste zu machen, ist einzukalkulieren.

Einstieg mit ETF-Aktienfonds?

Eine Interessante Möglichkeit für Aktienhandel Einsteiger ist neben dem aktiven Investieren, also dem Kauf von Einzelaktien, die passive Investition.

Beim passiven Investieren wird Geld über sogenannte Indexfonds, meist ETFs, investiert. Auf diese Weise investiert der Käufer auf einen Schlag in viele Aktien gleichzeitig und streut somit das Anlagekapital. Dies vermindert das Risiko. Bei einer ETF-Anlage ist außerdem kein umfangreiches Wissen vonnöten, um möglichst ertragreiche Aktien auszuwählen.

Die meisten ETF-Plattformen bieten eine automatisierte Investition an. Dort wird digital ein Risikoprofil angelegt und anhand dessen die Aktien automatisch ausgewählt. Die Investition kann auch Monat für Monat mit einem Dauerauftrag erfolgen.

Wer mehr über ETF-Aktienfonds erfahren möchte, dem wird ein „Aktien für Dummies“-PDF weiterhelfen.

Häufige Fehler beim Aktienkauf

  • Kurzfristiges Kalkulieren → Anleger sollten Prognosen für mind. 5 Jahre stellen.
  • Emotionale Entscheidungen → Nicht jedem Hype/ jeder Euphorie folgen! Rational handeln!
  • Angst vor dem Ausland → Eine breite Streuung der Anlagen, auch ins Ausland, ist ratsam.
  • Selbstüberschätzung → Manchmal ist ein Fondmanager sicherer, als alles selbst zu regeln.
  • Überstürztes Handeln → Wegen aktuellen Nachrichten übereilt zu kaufen oder verkaufen ist nachteilig.

Fazit

Aktienhandel Vor- und NachteilAktien bieten Chancen und bergen Risiken. Um eine Entscheidung treffen zu können, ob diese Investitionsmöglichkeit die richtige ist, sind Vor- und Nachteile von Aktien abzuwägen.

Vorteile von Aktien

  • Hohe Gewinne durch Kurssteigerungen möglich
  • Höhere Rendite als Sparbücher oder Tagesgeldkonten
  • Jährliches passives Einkommen durch Dividendenzahlung möglich
  • Kurz-, lang-, uns mittelfristige Investitionen möglich
  • Investieren und Spekulieren bringt Spannung und Nervenkitzel
  • Breite Auswahl an Aktientypen und Investitionen möglich

Die Vorteile des Online Aktienhandels

Nachteile von Aktien

  • Erhöhtes Verlustrisiko bis zu 100 % der Einlage
  • Keine feste Rendite wegen Kursschwankungen
  • Gewinne zu ca. 25% steuerpflichtig

Die Vorteile von Aktien überwiegen gegenüber ihren Nachteilen. Wer sich also nicht mit sehr geringen Erträgen aus Sparanlagen zufriedengeben möchte und etwas Risikofreude mitbringt, sollte erwägen, einen Teil seines Kapitals in Aktien anzulegen. Um Erfolg mit Aktienhandel zu haben ist jedoch ein gewisses Grundwissen nötig, welches Interessierte durch entsprechende Literatur wie den „Aktien für Dummies“-Download oder andere einschlägige Literatur recht schnell erwerben.

Je eigenständiger und aktiver gehandelt wird, desto fundierteres Wissen ist von Nöten. Soll nicht allzu tief in die Materie eingestiegen werden, sind Fonds eine gute Alternative.