Die wichtigsten Wirtschaftstheorien in der Zusammenfassung

Die wichtigsten Wirtschaftstheorien in der Zusammenfassung

Wirtschaftstheorien gehören teilweise zur umfassenden Volkswirtschaftslehre. Es gibt unterschiedliche Wirtschaftstheorien mit verschiedenen Zielen und Werten. Die Wirtschaftstheorien Übersicht im Laufe der Jahrhunderte:

  • Physiokratie, bereits im Jahre 1758 gültig.
  • Es handelt sich hier um eine Wirtschaftstheorie, die sich auf den Grund und Boden des Landes bezieht; die Landwirtschaft steht im Mittelpunkt dieser Theorie. Die staatlichen Organe sollten sich in der damaligen Zeit nicht an den Wirtschaftsprozessen beteiligen.
  • Klassische Nationalökonomie folgte 1780 = Wirtschaftstheorie Adam Smith.
  • Verfechter dieser Theorie sind der Auffassung, dass bei einem freien Wettbewerb die Preise, Einkommen, Konsum und Investitionen zu einem idealen Gleichgewicht führen.
  • Die marxistische Wirtschaftstheorie von 1850 legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung der Produktionskräfte.
  • Die neoklassische Theorie von 1870 basiert auf der Grundlage der Maximierung von Einkommen, Nutzen und Gewinn.
  • Eine der wichtigsten Wirtschaftstheorien ist der Keynesianismus von 1930. Das Grundgerüst dieser Theorie richtet sich exakt nach Angebot und Nachfrage auf den Märkten.
  • Ordoliberalismus von 1940; diese Theorie ist darauf aufgebaut, dass keine Monopolbildung entstehen soll. Die staatliche Wirtschaftspolitik sollte darauf ausgerichtet sein, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu sichern und die gesamte wirtschaftliche Entwicklung weitestgehend zu verbessern.
  • Monetarismus 1970 sieht Geld als den wichtigsten Faktor zur Steuerung des gesamten Ablaufs der wirtschaftlichen Lage des Staates an. Die Geldmenge muss durch die Zentralbank dahingehend gesteuert werden, dass keine Schwankungen entstehen.

Nach Auffassung der Experten ist es sinnvoll, sich mit allen Wirtschaftstheorien zu befassen, die sich in der Vergangenheit bis heute entwickelten.



Welche zwei Wirtschaftstheorien bewegen sich in verschiedene Richtungen?

Der Monetarismus und der Keynesianismus sind komplett unterschiedlich. Der Monetarismus vertritt die Politik, die den Schwerpunkt auf das Angebotswesen legt. Das Wachstum der Wirtschaft und davon abhängig die Beschäftigungsrate der Verbraucher sind nur mit dem Fokus auf die Begrenzung der Neuverschuldung und sinkender Inflationsrate zu realisieren. Nach Auffassung der Keynesianismus Theorie ist die Nachfrage nach Dienstleistungen und Gütern entscheidend. Was leisten die Unternehmen bezüglich dieser Hauptpunkte, wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen.
Wirtschaftstheorien Übersicht

Die streitenden Wirtschaftstheorien sind präsent

Während der Euro-Krise setzten die Vertreter des Monetarismus, im Klartext Deutschland und Frankreich, strenge Sparmaßnahmen wie Sozialabbau, Lohnsenkungen und teilweise Privatisierung von staatlichen Unternehmen als unvermeidlich fest. Die betroffenen Länder wie Griechenland und Irland sind jedoch der Auffassung, dass die in dieser Härte durchgeführten Sparmaßnahmen jede wirtschaftliche Entwicklung bereits im Keim ersticken.

In der Wirtschaftstheorien Tabelle sind die wichtigsten Kriterien ersichtlich:

FaktorenMarxNeoklassikKeynes
WirtschaftsgegenstandProduktion, Verteilung, KonsumReduzierung der KnappheitWirtschaftskreislauf
WirtschaftszweckKapitalverwertungMehr WohlstandMehr Wohlstand
Probleme der WirtschaftEntwicklungs-problemeAllokations-
Probleme
Arbeitslosigkeit
Philosophische BetrachtungMaterialismusIdealismusIdealismus
WirtschaftssystemKapitalismusMarktwirtschaftMarktwirtschaft
Herkunft der GewinneAneignung privater unbezahlter BeschäftigungMarktprozessMarktprozess
GeldeinflussGeld beeinflusst den realen WirtschaftsprozessGeld beeinflusst den Prozess nichtGeld beeinflusst den Wirtschafts-prozess
Rolle des StaatesIdeeller GesamtkapitalistAllgemeiner Interessen-verwalterAllgemeiner Interessen-verwalter
SystemstabilitätInstabilStabil, im GleichgewichtInstabil ohne Staat, stabil mit Staat
Ursache InflationReale UrsacheMonetäre UrsacheReale Ursache
SystemüberwindungDurch KlassenkampfSchädlichNicht notwendig
SystemerhaltungNicht notwendigErforderlichWünschenswert
Alternative SystemeSozialismusNicht vorhandenSystem-modifikation

Wirtschaftstheorien Tabelle

Wirtschaftstheorien Unterrichtsmaterial

Einige Hefte beinhalten interessante Themen zur Wirtschaftstheorie. Einige Inhaltsangaben:

  • Wie ist die wirtschaftliche Lage im Land?
  • Die Nachfragetheorie oder Keynesianismus,
  • die Angebotstheorie ist der Neoliberalismus,
  • Wie geht es Deutschland?
  • Wie geht es Griechenland?

„Die unsichtbare Hand“ – klassischer Liberalismus wird als Informations-Video präsentiert. Das Informations-Video Arbeit, Zins und Geld gehört ebenfalls zum Wirtschaftstheorien Unterrichtsmaterial.

Wirtschaftstheorien Adam Smith

Adam Smith, der Begründer der Nationalökonomie, wurde 1723 in Schottland geboren. Seinerzeit herrschte der Merkantilismus vor, kurz erklärt, Reichtum für die Mächtigen und Herrschenden. Niedrige Produktionskosten zur Benachteiligung der Arbeiter zu kalkulieren, war durchaus in Ordnung. Die Steigerung der Produktion von Fertigwaren bringt mehr Geld in die Staatskassen, so würde heutzutage die Erklärung lauten. Adam Smith plädierte für den freien Handel unter Berücksichtigung des Gewinns der daran Beteiligten, während der Staat die Rahmenbedingungen schafft. Smith setzte den Egoismus jedes einzelnen Menschen als Grundlage für seine Theorien ein. Da der Mensch demnach eigennützig handelt, und sich in erster Linie um seinen persönlichen Nutzen und Wohlstand sorgt, kommt diese Einstellung der gesamten Wirtschaft zugute und darüber hinaus der Nation. Außerdem befürwortete Smith, die Arbeiter effizient einzusetzen. Er trat dafür ein, dass jeder Arbeiter die Aufgaben übernimmt, die er hervorragend beherrscht und für die er absolut geeignet ist. Dieser kluge Gedanke führt zu motivierten Arbeitern und zur Steigerung der Produktion. Das Resultat ist der wachsende Wohlstand. Grundsätzlich war der Leitfaden der Theorie der freie Arbeitsmarkt, der abhängig von Angebot und Nachfrage ist. Der Staat sollte nur dann eingreifen, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die Bereiche Justiz, Verkehrsinfrastruktur, und die Bildung des Volkes haben Priorität. Die Menschen sorgen von sich aus für Wohlstand, auch ohne die Einmischung staatlicher Einrichtungen. Adam Smith erklärt die eigenständige Wirtschaft als wichtig. Die Relevanz freier Märkte und Arbeitsteilung ist auch gegenwärtig der Grundgedanke vieler Staaten.

Wirtschaftstheorien Hayek

Der Österreicher Friedrich August von Hayek vertrat die Auffassung, dass „weniger Staat“ besser ist.  Seiner Meinung nach schwankt das Gleichgewicht, wenn beispielsweise der von den Banken festgelegte Zins bei der Gegenüberstellung der natürlichen Zinskalkulation starke Unterschiede aufweist. Automatisch steigen die Preise, der Kauf von Konsumgütern reduziert sich.  Der Staat soll überwachen, aber möglichst nicht eingreifen. Wovor hat Hayek gewarnt?

  • Wir benötigen keinen Polizeistaat, der die Freiheit jedes Einzelnen unterdrückt. Wir sind mit einem wohlwollenden und sorgenden Staat zufrieden.
  • Politiker, die sich nicht an Grundsätze halten, sondern einfach willkürlich in ppolitischem Richtungen entscheiden und die Macht ergreifen, sind letztendlich der Spielball der Lobbygruppen. Parteien werden in der Regel nicht vom Idealismus geführt, sondern haben ausschließlich ihre jeweilige Zielgruppe im Fokus.
  • Hayek ist der Meinung, dass die etablierten gut bekannten und großen Unternehmen besser unterstützt werden als Existenzgründer. Banken, welche die staatliche Schuldenpolitik finanzieren, verfügen über mehr Einfluss auf die Politiker als die Steuerzahler.

Wirtschaftstheorien Unterrichtsmaterial

Wirtschaftstheorien Zusammenfassung

Die Zusammenfassung, dargestellt in Form einer Wirtschaftstheorien Tabelle:

WirtschaftstheorienVergangenheitZiele
Klassischer Liberalismus – Nationalökonomie – Adam SmithArbeitsteilung steigert den gesellschaftlichen Reichtum.Der Wohlstand der Nation geschieht nicht durch das Handeln des Staates. Das Resultat ist die Macht der „unsichtbaren Hand“ des Marktes.
Sozialismus – Karl MarxDie Stärkung der individuellen Freiheitsrechte sorgt für umfassende Probleme im sozialen Umfeld.Der Kapitalismus wird überwunden zum Wohle der Bedarfsdeckungs-
Wirtschaft.
Christliche Soziallehre – Karl Freiherr von VogelsangDie Stärkung der einzelnen Freiheitsrechte endet mit sozialen gravierenden Problemen.Ethische Grundsätze gelten als individuelle Richtungsgeber und werden Teile der Ordnung einer Marktwirtschaft.
Keynesianismus – John Maynard KeynesDie klassisch-liberale Tendenz des Systems der Marktwirtschaft wurde in der Weltwirtschaftskrise 1932 widerlegt. Arbeitslosigkeit führte zur massiven Bedrohung der Demokratie.Wirtschaftliche Krisen werden durch antizyklische Wirtschaftspolitik bekämpft. Nachfragelücken werden durch Staatsnachfragen ins Gleichgewicht gebracht.
Monetarismus – Milton FriedmanDie an Keynes erinnernde Wirtschaftspolitik weist einige Nebenwirkungen auf. Die stets wachsende öffentliche Verschuldung mit der staatlichen Ausdehnung, bemerkbar als steigende Inflation.Marktwirtschaftliche Selbstregulierungs-Mechanismen fordern den Wegfall staatlicher Regulierungen. Die Geldpolitik muss für das Unternehmen kalkulierbar und nachvollziehbar sein.
Angebotsorientierte
Ökonomie – Robert Mudell
Die Geldpolitik des Monetarismus war allerdings verbunden mit der Arbeitslosigkeit.Die Wirtschaftspolitik muss die Anbieter – die Leistung wird anerkannt – durch Steuerentlastungen und Stärkung der Unternehmen einbeziehen.

Einzelheiten zu den Wirtschaftstheorien

Der Mensch mit seinen Stärken und auch Schwächen sollte im Mittelpunkt der Wirtschaftstheorien sein. Vernünftige Marktstrukturen müssen geschaffen werden, in denen sich die Parteien untereinander vertrauen können und nicht bekämpfen. Die Marktwirtschaft stellt die Ordnung vor, nach der in Deutschland gehandelt wird. Die Trennung zwischen Staat und Wirtschaft wird an dieser Stelle offensichtlich. Merkmale der Marktwirtschaft:

  • Die Preisfindung, die auf Angebot und Nachfrage beruht.
  • Der Preis ist abhängig von der Knappheit der Güter und ebenso von der Zahlungsmoral der Kunden.
  • Die Güter sind im Privatbesitz, der Eigentümer hat das Recht, mit seinem Besitz nach Gutdünken zu verfahren.
  • Niemandem wird vorgeschrieben, wo und als was er seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Die freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl gilt für jeden Bürger.
  • Der freie Wettbewerb ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die Konkurrenz zwingt den Fabrikanten, seine Produkte möglichst hochwertig und trotzdem günstig zu präsentieren. Der optimale Gewinn muss erzielt werden, um den Bedürfnissen des Unternehmens Rechnung zu tragen.
  • Es ist gewährleistet, dass die Verbraucher die Wahl haben, welches Produkt oder wessen Dienstleistung sie in Anspruch nehmen.
  • Gefährlich ist es, wenn es nur einen Produzenten gibt und dieser das Monopol besitzt. Der Nutzer des infrage kommenden Produktes kann nur von dem einzigen Anbieter die Ware beziehen.
  • Durch Lohn- und auch Zinsschwankungen wird die Kaufkraft reduziert, es kommt weniger Geld in Umlauf.

Die Leitgedanken der einzelnen Wirtschaftstheorien

Der Monetarismus sieht das Geld als entscheidenden Faktor in der Wirtschaft an. Der Staat sollte jedoch nicht in die Wirtschaft eingreifen, das widerspricht dem Monetarismus. Die eigene Regulierung durch Angebot und Nachfrage ist entscheidend, das Ziel des Monetarismus. Der Ordoliberalismus hingegen stellt in den Mittelpunkt, dass der Staat für den Erhalt des freien Wettbewerbs zuständig ist. Dieser Grundsatz verhindert die Monopolstellung irgendeines Unternehmens. Die Wirtschaftstheorie Keynesianismus wiederum besagt, dass es keinen Ausgleich gibt, wenn nur Angebot und Nachfrage maßgebend sind. Wenn die Nachfrage sinkt, muss der Staat die Nachfrage steigern und beispielsweise für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sorgen. Bedeutende Ökonomen wie Adam Smith, Thomas Robert Malthus, David Ricardo und John Stuart Mill präsentieren den gleichen Leitgedanken, und zwar ist das Wohl jedes einzelnen Menschen vom wirtschaftlichen Vorteil abhängig. Menschen und Staat müssen gemeinsame Ziele verfolgen, um existieren zu können und einen Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern.

Fazit:

Die Wirtschaftstheorien sorgen für die Struktur der Wirtschaft in Form von Regeln und Strategien. Die freie Berufswahl gehört zum Gerüst der modernen Wirtschaftstheorie. Allerdings sieht die Praxis anders als die Theorie aus. Einige Berufe, wie beispielsweise der Bäcker, der Metzger, der Hufschmied finden keine Nachfolger. Altenpfleger und Krankenschwestern sind aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage, ihre Leistungen in den speziellen Bereichen zur Verfügung zu stellen. Sie suchen sich andere Beschäftigungen. An dieser Stelle muss der Staat einspringen, vernünftige Löhne präsentieren und der Wirtschaft behilflich sein. Manche Theorien besagen, dass der Staat sozusagen nur „zuschauen“ soll, das bringt nur bedingt Vorteile. Häufig muss der Staat helfend eingreifen, um den Zusammenbruch der Wirtschaft und des Landes zu verhindern. Nicht nur Produkte, ebenso Unternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind wichtig für den Fortbestand einer soliden Wirtschaft und eines stabilen Staates. Wirtschaftstheorien sind lediglich Theorien; in der Praxis kann nicht buchstabengetreu nach der Theorie gehandelt werden. Häufig muss der Staat „helfend“ eingreifen. Wie Smith richtig erläutert, ist der Egoismus des Menschen die Triebfeder der Wirtschaft. Wenn es „ungeliebte“ Berufe gibt, dann sollte den Bewerbern etwas mehr finanzieller Freiraum ermöglicht werden; unter Umständen mithilfe des Staates. Das Wohl des einzelnen Menschen ist signifikant, denn darauf steht das Wohl des Staates.
Bildquelle: prezi.com