Die Geschichte des Forex und seine Entwicklung

Die Geschichte des Forex und seine Entwicklung

Gold war die anerkannte Währung in den Jahren 1870 bis 1914. Die Weltwährungen wurden von den Goldreserven der einzelnen Länder gestützt. Bis zum 1. Weltkrieg funktionierte dieses System sehr gut. Die Länder hatten in diesem Krieg nun einen erhöhten Bedarf an flüssigen Mitteln und brachten mehr Geld in den Umlauf. Mehr, als sie mit den Goldreserven stützen konnten. Das Goldstandard-System begann mehr und mehr zu bröckeln und die im Umlauf befindliche Geldmenge stieg und stieg. Eine gigantische Inflation war nun die Folge. Sie wurde auch als Hyperinflation bezeichnet, die sich als Spätfolge des Krieges im Jahre 1923 abzeichnete.

Die Gründung des IWF (Internationaler Währungsfonds)

Kriege kosten viel Geld und die Erfahrungen des 1. Weltkrieges zeigten, hier musste sich etwas ändern. Nach dem 2. Weltkrieg beschlossen die Staaten der „Internationalen Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten und Assoziierten Nationen“ eine neue Finanzarchitektur nach dem Krieg. Das Bretton Woods Abkommen (nach dem gleichnamigen amerikanischen Ort genannt) wurde im Jahre 1944 erlassen. Die 16 wichtigsten Nationen legten folgende Punkte fest:

  • Stabilität der Wechselkurse
  • Schaffung eines einheitlichen Systems für den internationalen Zahlungsverkehr
  • Der Goldpreis wurde festgelegt
  • Ein Reservefonds wurde errichtet

Das Bretton Woods Abkommen

In dieser Konferenz sollte eine internationale Finanzverfassung mit stabilen Wechselkursen geschaffen werden. Das Bretton Woods Abkommen war ein System mit festen Wechselkursen und wurde immer noch nach dem Gold bemessen. Dies schuf erneut Schwachstellen, das sich rein nach dem Edelmetall richtete und eine einseitige wirtschaftliche Herangehensweise darstellte. Ziel war es auch, die Verhinderung eines möglichen Währungshandels. Damit sollte eine Schwächung der Währung durch falsche Spekulationen verhindert werden.

Den ersten Versuch, mit Währungen zu spekulieren startete der Amerikaner Milton Freeman aus Chicago. Der Universitätsprofessor wollte bei seiner Bank ein Darlehen in Pfund Sterling aufnehmen. Clever erkannte er damals das Verhältnis der globalen Währungen zueinander, wie sich veränderten und wie sich Währungskurse verschoben. Er hatte vor, nach Erhalt des Darlehens dieses zu verkaufen und abzuwarten. Wenn das Pfund Sterling wieder stark sinken würde, wollte er wieder kaufen und somit einen satten Gewinn einstreichen. Leider scheiterte dieser erste Versuch mit Währungen zu handeln an seiner Bank. Das Bretton Woods Abkommen verbot nämlich den Währungshandel.



Das Ende des Bretton Woods Abkommen

Ende des Bretton Woods Abkommen
Nicht lange sorgte das Bretton Woods Abkommen für eine gewisse Stabilität und Ruhe bei den verschiedenen Ländern. Das Ende des 2. Weltkrieges verschaffte den USA einen rasanten Wirtschaftsaufschwung, die bei wirtschaftsschwächeren Nationen starke negative Kursschwankungen zur Folge hatte. Immer mehr Länder stellten sich nun gegen das Bretton Woods Abkommen. Im Jahre 1971 war Deutschland das erste Land, das sich von diesem System fester Wechselkurse lossagte. Die Niederlande schlossen sich sogleich an. Grund war die gigantische Kapitalflucht im Frühjahr von 1971 aus dem Dollar zur D-Mark. Es wurden nun verschiedene internationale Standards für Kurse entwickelt. Im Jahre 1973 begann nun der internationale Devisen- und Währungshandel.

Forex damals und heute

Damals gab es noch keine Computer und ein schnelles Reagieren, wie man es heutzutage sieht, war nicht möglich. Das Telefon war die einzige Kommunikation und dadurch konnten die Trader nicht sofort auf mögliche Kursschwankungen reagieren.

Die 1980-er Jahre, mit der Erfindung der Computer, brachten hier eine enorme Erleichterung im Devisenhandel. Heutzutage können die Trader durch das Internet sofort reagieren und wenn nötig 24 Stunden am Tag die Kurse beobachten. Auch kleine Einlagen sind jetzt möglich und durch die sogenannten Demo-Konten können Anfänger zuerst wertvolle Erfahrungen sammeln, bevor sie auf dem echten Devisen-Parkett agieren.