Tipps für Einsteiger zum Aktienkauf

Tipps für Einsteiger zum Aktienkauf

Sparer suchen in der heutigen Zeit ein rentables Konzept, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Mit den geringen Zinsen auf einem Girokonto kann das nicht gelingen. Es lohnt sich viel mehr, sein Geld in Aktien anzulegen. Einsteiger ins Aktiengeschäft haben oftmals Angst, ihr Geld nicht richtig anzulegen und Verluste zu erleiden. Durch einige Tipps können Anfängerfehler vermieden und hohe Renditen herausgeholt werden.

Gute Information vor dem Aktienkauf

Neuanleger müssen sich am Anfang über ihren eigenen Anlege-Typ bewusstwerden. Dabei gilt es drei Faktoren zu beachten:

  • der Gewinn (Rendite)
  • die Sicherheit (Risiko)
  • die Verfügbarkeit über das angelegte Geld (Liquidität).

Erstreben die Erstanleger beispielsweise eine hohe Rendite, müssen sie dementsprechend auch ein hohes Risiko eingehen. Ist für Anleger allerdings die Sicherheit wichtig, ist es klar, dass der Gewinn dann nicht so hoch ausfällt. Möchten Erstanleger jederzeit über ihr Geld verfügen können, wird die Rendite auch nicht so hoch ausfallen können. Die Erstanleger müssen aber nicht sofort in den aktiven Aktienhandel einsteigen. Sie können sich erst einmal ein kostenloses Muster-Depot anlegen und die Entwicklung der Aktien beobachten. Wichtig für Anfänger ist auch eine sehr gute Information über die Aktien der Unternehmen und die gesamte Aktien-Branche. Dazu gehört außerdem:

  • Lesen von Firmenportraits und Berichten
  • Information über Kennzahlen
  • Beurteilungen und Analysen von Aktien-Profis und Analysten beachten
  • aktuelle Nachrichten lesen

Nur frei verfügbares Geld investieren

Anfänger machen häufig den Fehler beim Forex trading, schnell zu viel Geld kommen zu wollen. Gerade Erstanleger verfügen nicht über die nötigen Erfahrungswerte. Sie sollten deshalb nur mit frei verfügbarem Geld handeln, was sie in den nächsten paar Jahren nicht unbedingt benötigen. Auf keinen Fall sollten Erstanleger in Aktien mit dem Geld aus einem Kredit investieren. Das kann bei Verlusten zu hohen Schulden führen.

Langfristig denken und handeln

Anfänger sollen sich nicht selbst unter Zeitdruck setzen. Aktien wird es auch in ein paar Jahren noch geben. Bis dahin sollten Anfänger folgende Punkte klären:

  • das nötige Startkapital ersparen
  • Grundwissen und Aktieninformationen einholen.

Beim Aktienhandel muss immer langfristig gedacht werden. Dementsprechend müssen die Anleger auch handeln. Anleger müssen also mehrere Jahre beziehungsweise Jahrzehnte vorausdenken, um ein gutes Aktiengeschäft abzuschließen.



Verlustrisiko bei Aktien mit Limits verringern

Beim Aktienkauf oder -verkauf können die Anleger ein Limit festsetzen, bis zu welchem Preis sie kaufen oder verkaufen möchten. Dieser von Erstanlegern festgesetzter Höchst- und Mindestkurs schützt Anfänger vor bösen Überraschungen. Es kann immer wieder zu heftigen Kursschwankungen an der Börse kommen. Besonders heftig können diese Schwankungen bei Regionalbörsen mit niedrigem Börsenvolumen oder Aktien kleinerer Unternehmen vorkommen. Durch ein festgesetztes Limit kann das Risiko eines Verlustes durch den Erstanleger verringert werden.

Geringe Depotkosten

Erstanleger sollten sich ein Depotkonto mit geringen Depotkosten heraussuchen. Nur so können Anfänger viel von ihrer Rendite selbst behalten. Am besten eignet sich hierfür das Eröffnen eines Depots bei einer Direktbank. Die ansonsten anfallenden Transaktionskosten sind bei einer Direktbank ebenfalls geringer. Das genaue Hinschauen und Vergleichen der Anbieter lohnt sich für die Erstanleger, um Gebühren zu sparen.

Klare Rendite-Ziele setzen und einhalten

Sparer kennen bei einem Sparbuch klare Sparziele. Sie wissen beispielsweise, wie viele Zinsen sie pro Jahr auf einen Sparbetrag erhalten. Somit können sie mit der Rendite rechnen. Beim Aktien-Kauf sollten die Erstanleger ähnlich vorgehen. Sie können sich ein Rendite-Ziel für einen bestimmten Zeitraum setzen. Haben die Erstanleger dann ihr Rendite-Ziel erreicht, können sie ihren Gewinn realisieren. Viele Einsteiger im Aktiengeschäft machen den Fehler, schnell gierig zu werden. Sie wollen immer mehr und mehr Geld anhäufen und verpassen dann häufig den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf eines Aktien-Teils bei einem plötzlichen Kursrückgang. Vorher aufgelaufene Gewinne werden dann schnell wieder verloren.

Individuelle Zusammenstellung des Aktienpakets

Erstanleger sollten nicht ihr ganzes Kapital auf eine einzige Aktie setzen. Eine Zusammenstellung des Depots sollte folgendermaßen aussehen:

  • aus acht bis zehn verschiedenen Aktien
  • Mischung der Aktien aus verschiedenen Branchen
  • Mischung der Aktien aus verschiedenen Ländern
  • nicht mehr als fünfzehn Aktien auswählen (zu großer Verwaltungsaufwand für Privatanleger).

Viele Erstanleger lassen sich gerne von ihren Bankangestellten vor dem Wertpapierkauf beraten. Diese Berater haben aber besondere Vorgaben und Quoten, die sie erfüllen müssen. Erstanleger sollten sich deshalb immer fragen, weshalb der Berater gerade diese Aktie empfiehlt und welche Anlage-Strategie verfolgt wird. Erst, wenn Anfänger selbst die Aktie überprüft haben, sollte eine Entscheidung gefällt werden.

Zeit in den Aktienhandel investieren

in den Aktienhandel investieren
Wenn die Erstanleger ihr Depot zusammengestellt haben, müssen sie es auch regelmäßig überprüfen. Nur so können plötzliche Verluste vermieden werden. Genügend Zeit sollten die Erstanleger in folgende Aspekte stecken:

  • Beschäftigung mit Trends, Analysen und relevante Nachrichten
  • kontinuierliche Anpassung der Stopp-Loss-Marken
  • alle wichtigen Kennzahlen für die Aktienanalyse im Blickfeld behalten.

Keine fallenden Aktien kaufen

Erstanleger sollten sich nie zum Kauf fallender Aktien entscheiden. Besser ist es, die fallende Aktie zu beobachten und abzuwarten, bis sich ein klar erkennbarer Aufwärtstrend abzeichnet. Nur so können große Verluste vermieden werden.